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Jänner ist im Weinbau eine Übergangszeit.
Der vorhergehende Jahrgang ruht in den Fässern.
Die ganz leichten, frischen und fruchtigen Weine werden aber schon gefüllt.
Ein großes Fest in Frankreich ist am 22. Jänner Saint Vincent, wo üblicherweise nach ausgiebigster Verkostung des jungen Weines gesungen und getanzt wird. Am nächsten Tag ziehen die Winzer in die Kälte und beginnen, ihre Reben zu schneiden.
Im Weingut Bründlmayer dient der Rebschnitt dazu, die Reben optimal im Raum zu verteilen, damit später nach dem Austrieb alle Triebe, alle Blätter gut belichtet und belüftet werden.
Die Rebe ist eine Liane, die auf Bäume klettert und ihre Energie in das Wachstum setzt, in die Triebspitzen verlagert, solange sie sich im Schatten der Baumkrone befindet.
Sobald sie den Baum erklettert, Licht und Sonne erreicht hat, stellt sie das Wachstum ein und kümmert sich um die Qualität der Trauben, damit später die Vögel die reifen Beeren mit ihren Samen (Kernen) aufpicken und in die Landschaft verteilen.
Der Winzer muss dafür sorgen, dass die Blätter von vornherein immer gut belichtet sind, um die Rebe im Glauben zu wiegen, es „geschafft zu haben“. Die ganze Energie geht dann in die Qualität der Trauben und nicht in die Holz- und Trieblängenproduktion.
Wir wollen ja am Jahresende reife Trauben und nicht Holz zum Grillen ernten! Komplizierte Konstruktionen wie unsere Lyra Erziehung dienen in erster Linie dazu, die Triebe und Blätter so zu verteilen, dass sie immer gut verteilt und von Luft und Licht umspielt sind. |