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Winterende
Die Pflanzen verstehen die Sprache des Lichts und reagieren, sobald die Tage länger und die Nächte kürzer werden.

Die vorsichtigste aller unserer Pflanzen ist die Weinrebe – mit gutem Recht, sie ist ja auch eine der empfindlichsten, sie wird viel später aus den Knospen treiben als die meisten anderen einheimischen Gewächse.

Der Winzer aber macht sich nach dem sehr strengen Winter 2009/2010 Sorgen, ob die Reben nach der lang anhaltenden und bitteren Kälte beschädigt sind.
Um sich ein Bild davon zu machen, ob Schaden durch Winterfrost entstanden ist oder nicht, werden aus den kältesten Weingärten Reben geschnitten und in Vasen – ähnlich den Palmkätzchen – bei Zimmertemperatur einige Wochen gewässert.

Die Knospen schwellen dabei an und durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer kann man erkennen, ob die Triebe grün bleiben oder braun, verdorrt und unbrauchbar sind.

Bisher konnten wir feststellen, dass die Jännerfröste mit Temperaturen bis – 20°C keinen nennenswerten Schaden in den traditionellen Langenloiser Rieden angerichtet haben – also alles im grünen Bereich.

Es war ein Glück, dass die Tiefsttemperaturen zur Zeit der tiefsten Winterruhe verzeichnet wurden, zu einer Zeit, da die Reben besonders widerstandsfähig gegen die Kälte sind.

Segensreich ist auch der viele Schnee: er schützt die empfindlichen Veredelungsstellen und wenn er schmilzt, zieht das Wasser langsam in den Bereich der Wurzel und unterstützt später einen zügigen Austrieb, sobald es warm genug wird.

Trotz Schneemassen keine Schäden am Heiligenstein.
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