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Vinaria Trophy für Riesling Heilgenstein Alte Reben 2008
Anlässlich der Wein Genuss Krems wurde von David Schildknecht die Vinaria Riesling Trophy
an Willi Bründlmayer überreicht.

Zitat aus einem Interview mit W.B. aus Vinaria 8/2009:

Mit 19/20 Punkte steht der Riesling Heiligenstein Alte Reben 2008 an der Spitze der Vinaria-Riesling Finalisten.
Dieser Erfolg freut umso mehr, da die Lese bis in den Dezember hinein eine höchst spannende Angelegenheit wurde.
Nur die perfekte Selektion bei Minusgraden und Sonnenschein konnte schließlich doch den großen Wein möglich machen.

Herr Bründlmayer, Ihr 2008er-Riesling von den Alten Reben hat sich brilliant geschlagen und steht den 3 Vorgängerjahrgängen 2005 bis 2007 in keiner Weise nach - haben Sie das selbst so erwartet?

Eigentlich nicht, da wir diesen Wein nach einem langen Holzfasslager erst im September auf die Flasche gebracht haben, womit in der Regel eine gewisse Unnahbarkeit und Nervosität einhergeht. Auf der anderen Seite haben wir uns schon sehr bemüht und haben nach mehreren Lesedurchgängen vollkommen Botrytisfreies Traubengut auf die Kelter gebracht, was gerade 2008 keineswegs selbstverständlich war.

Normalerweise werden Rieslinge aus kühlen oder feuchten Jahrgängen, wie eben auch 2008 verkörperte, nicht gerade Musterbeispiele für längere Lagerfähigkeit geführt, wie steht es diesbezüglich mit dem 2008er aus?

Ich halte gerade den 2008er aufgrund seiner inneren Harmonie und Engmaschigkeit dafür prädestiniert, als Langstreckenläufer in die Annalen der Alten-Reben-Reihe eizugehen, weshalb mich die frühe Auszeichnung umso mehr verblüfft.

Apropos Langstreckenläufer: Schon vor einigen Zeit wurde von Ihrem Haus ja angekündigt, speziell die roten Gewächse erst mit einigem Flaschenlager anzubieten; ist dieses Vorhaben wirklich realisiert worden?

Das können wir mit Fug und Recht behaupten, denn aus der Trilogie der „Kinderweine“ (die jeweils nach einem Bründlmayer’schen Sprössling benannt wurden) sind von Anselm und Vincent gegenwärtig noch die Jahrgänge 2002 im Verkauf, vom Pinot Noir namens Cécile der besonders zarte und filigrane Jahrgang 2005, den man meiner Meinung nach gegenüber den wesentlich druckvolleren Jahren wie 2004 oder 2006 keineswegs vernachlässigen sollte.

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