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Chardonnay 2010
In den 80-er Jahren gewann Bründlmayer Chardonnay auf der Weinmesse Vinitaly eine Verkostung der „besten Chardonnays der Welt“(Veronelli), obwohl er eigentlich von einem deutschen Journalisten nur als„Pirat“ eingeschleust worden war. Dies kann als Auftakt zum weltweiten Interesse für Willi Bründlmayer juniors Weine gelten. Der internationale Ausbaustil hat seither zu einer individuellen Ausprägung gefunden mit fester Struktur und charmanter „österreichischer“ Frucht, wobei der Körper je nach Jahrgang einmal etwas fülligerund einmal etwas schlanker gehalten wird.
Die Reben wachsen hauptsächlich in den Lagen Spiegel, Steinmassel und am Loiser-Berg und stehen teils in der „Lyra-Erziehung“ (am Steinmassel), teils im Guyot-Drahtrahmen mit 5000 - 6000 Stöcken pro Hektar.
Anfang September wird schon ein Teil der Trauben zur Sektherstellung herausgelesen. Die verbleibenden Trauben ergeben später einen sehr konzentrierten Wein, der von der Presse direkt in neue 300 Liter Barrique-Fässer aus österreichischer Eiche gefüllt wird. Das Holz stammt aus dem Manhartsberg und den umliegenden Wäldern – Glasweiner Eiche – Ernstbrunnerwald.
Die Gärung erfolgt in neuen 300 Liter-Fässern, die Hefe wird einmal wöchentlich aufgerührt (batônnage) – diese gibt wertvolle Inhaltsstoffe an den Wein ab, bindet das „Holzige“ vom Holzgeschmack und schützt die authentische Frucht des Weins. Nach 5-6 Monaten wird der Wein von der Hefe gezogen und zur weiteren Reifung in ein 2500 Liter Holzfass umgefüllt. Die „malolaktische“ Gärung (Säureabbau) wird bei diesem Wein immer durchgeführt.
Ertrag: 3000 Liter/Ha
Alk.: 13 %, trocken
Kostnotiz: Helles Goldgelb mit grünen Reflexen, Frische dezente Exotik, Apfel Melone und Zitrus, Blütenduft und dezente Kräuter- und Röstaromatik, frisch und doch cremig, sehr elegant am Gaumen, noch jugendlich, trocken und dezent fruchtig, wieder Melonen, ein besonders charmanter animierender Wein, würzig im mineralischem Abgang.
Speisenempfehlung: Vielseitig einsetzbar auch zu Gebackenem und Gebratenem. Gereift überzeugt er bei einer Fülle von warmen Vorspeisen wie etwa gebratener Gänseleber mit Apfel, aber vor allem zu fast allen kräftigen Gerichten der Asiatischen Küche. |