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Weintagebuch

Die Pflege der Rebe

31. Mai 2017

Der Mai war für unsere Gefühle - wie das Klima - eine Berg- und Talfahrt.
Frost und Temperaturen über 30°C stellen die Natur und unser Team vor große Herausforderungen. Der Frost ist soweit relativ glimpflich verlaufen, einzelne, kleinere Ausfälle, die sich relativ früh in der ersten Wachstumsphase ereigneten, können durch Grünarbeit ausgeglichen werden. 

Unsere Mitarbeiter im Weingarten haben derzeit alle Hände voll zu tun: Das Ausbrechen (Jäten) überzähliger, zu dicht stehender Triebe, wenn möglich solcher, die vom Frost in Mitleidenschaft gezogen wurden, schafft eine bessere Durchlüftung und eine vorzeitige Ertragsreduzierung. 

Bald geht’s ums „Einstricken“ der jungen Triebe in den Drahtrahmen, um die Strukturierung einer lockeren Laubwand bzw. von zwei lockeren Laubwänden in der „Lyra-Erziehung“. 

Besonders bedeutsam ist auch die Unterstockpflege. Derzeit ist Stammputzen angesagt: Triebe, die zu weit unten am Stamm angesiedelt sind, müssen mit den Nebenaugen sauber entfernt werden.

Die Junganlagen bedürfen besonderer Pflege. Die noch flachgründigen Wurzeln benötigen viel Wasser,  mit der Hand wird zudem der Boden entlang der Reben aufgehackt, die Konkurrenz durch Grünpflanzen entfernt.

Während in einem Teil der Gärten der Boden geöffnet werden muss, sollte in einem anderen bereits die zukünftige Begrünung eingesät werden. Derzeit ist es noch heiß und trocken, wir hoffen auf Regen, der Wachstum und Blüte begünstigen würde, müssen dann aber auch logischer Weise bei  feucht-warmer Witterung besonders in Bezug auf Oidium und Peronospora wachsam sein.