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Weintagebuch

Vor dem Frühjahr im Weingarten I

20. Februar 2017

Der Rebschnitt geht in den nächsten Wochen in die Schlussphase. Alle Triebe des Vorjahres bis auf einen oder zwei müssen entfernt werden. Diese Maßnahmen zur „Architektur“ des Rebstockes bestimmen, wie später Blätter und Trauben im Raum positioniert sind.

Schneiden und binden

Der Rebschnitt geht in den nächsten Wochen in die Schlussphase. Alle Triebe des Vorjahres bis auf einen oder zwei müssen entfernt werden. Die verbleibenden Zweige werden auf 6-8 Augen eingekürzt, zum waagrechten Drahtrahmen gebogen und angebunden. Damit verringern wir die Unterschiede der Triebentwicklung von den unteren und den oberen Augen. Alle Augen (Knospen), die ca. auf gleicher Höhe stehen, treiben auch nahezu gleich aus. Würde man die Triebe aufrecht stehen lassen, würden die Augen am Ende des Triebes verstärkt austreiben und die basalen Augen schwächen. Diese Maßnahmen zur „Architektur“ des Rebstockes bestimmen, wie später Blätter und Trauben im Raum positioniert sind.

Es bleiben nur mehr einige Jungweingärten, welche in einem Durchgang geschnitten und angebunden werden, um so die Höhe für den zukünftigen Stamm vorzugeben und einige der „Spitzen-Rieden“ wie Käferberg, Heiligenstein und Steinmassl.

Sanfter Rebschnitt

Beim sogenannten „sanften Rebschnitt“ werden dem Rebstock keine großen Wunden zugefügt. Bestehende Saftleitbahnen werden respektiert, es wird darauf geachtet, dass keine „Toträume“ im alten Holz des Rebstocks entstehen, die Eingangspforten für Pilzerkrankungen des Holzes sein könnten. Bei uns dürfen die Reben „uralt“ werden, die ältesten in unseren Weingärten sind dzt. über 90 Jahre alt und wir wollen, dass sie 100, 120, vielleicht sogar auch über 150 Jahre alt werden können! Der Wein aus alten Rebstöcken ist besonders ausgewogen und charaktervoll!