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23.11.2009
23. November 2009 | 12:37
Vergangene Woche war der Höhepunkt unseres Arbeitsjahres.
 
Sonne und ein leichter Wind haben die fragilen Trauben getrocknet und es war endlich möglich, die Ernte am Heiligenstein, Käferberg und Lamm mit phantastischen Qualitäten in den Keller zu bringen.

Zeitlich war es nur möglich, die gesunden Trauben ins Trockene zu bringen, geschrumpfte und edelfaule Beeren hängen noch im Weingarten.
Überwältigend der Duft des von der Presse fließenden Saftes: wie im Laubwald nach einem Regenguss beim Grünen Veltliner, Blüten und Obst beim Riesling.
 
Im Weingarten werden die empfindlichen Trauben extrem schonend behandelt, sie werden in kleine Kistchen gelegt, nicht geworfen, damit es zu keinem verfrühten Saftaustritt kommt.
In der Presse wird mit sehr geringem Druck gearbeitet, damit der Saft praktisch heraussickert, ohne dabei gequetscht zu werden.
Dieses Heraussickern des Saftes erfordert eine Pressezeit von ca. 12 Stunden am Stück.
Der abgeflossene Most ist vollkommen klar, frei von allen Trubstoffen, genauso wie bei der traditionellen Baumpresse.
 
Durch die jetzt gemächliche Vergärung im kalten Keller kann es sein, dass die kräftigen Weine das eine oder andere Gramm unvergorenen Zuckers behalten, was letzten Endes zu Frucht und Charme beiträgt, solange es nicht zuviel des Guten ist.
Eine natürliche Gärung führt immer zu einer natürlichen Stabilität und zu einem Wein, der Eigenständigkeit und Charakter hat.
Der Zufall ist noch immer ein exzellenter Assistent des Kellermeisters.
Die Ernte am Käferberg wurde abgeschlossen.
Pralle Grüner Veltliner Beere.
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