| Ende August 2009
Mit Ende August/Septemberbeginn ist die Reife der Trauben so, dass der Winzer mit dem Verkosten der Beeren beginnen kann.
Täglich gibt es Veränderungen und – je nach Sorte und Lage und dem fortschreitenden Herbst – eine Entwicklung des Geschmacks. Zurückgebliebene,
unreife Trauben können noch zu Boden geschnitten werden, zu dicht
stehendes Laub kann aus der Traubenzone entfernt werden, um Zutritt für
Luft und Licht zu schaffen.
Durch beständiges Verkosten wird ein
gefühlsmäßiges Verhältnis zum Jahrgang entwickelt, was dazu führt, dass
irgendwann der Moment gekommen ist, „Jetzt muss geerntet werden“. In aller Regel gilt, je geduldiger der Winzer, desto besser die Ernte.
Der Jahrgang 2009
Die Hügel rund um Langenlois wurden von allen Hagelunwettern verschont. Die Trauben zeigen sich in prachtvoller Verfassung. Die
Ernte hat – wenn’s man’s genau nimmt – mit Einbringung eines Verjus
(aus dem französischen „vert jus“ – grüner Saft) begonnen.
Der
Saft aus grünen Beeren wird im Heurigenhof Bründlmayer – alternativ zum
Zitronensaft - als gesundes Mittel zum Säuern von Saucen und Salaten
verwendet.( www.heurigenhof.at)
Für
den Verjus wird unsere kleine Speidel-Presse verwendet, die sonst nur
für Spezialitäten wie Beeren- und Trockenbeerenauslesen zur Verfügung
steht. So beginnt die Ernte mit den noch harten grünen Beeren, mit
den schon fast „ausgetrockneten“ wird sie voraussichtlich im Dezember
beendet. |