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Unsere Weine

Chardonnay

2015

Feinblumig, zarte Eichentönung, etwas Haselnuss und Biskuit, auch Marillenröster schwingt mit, ausgewogen und ziemlich präsent; ausgereift und druckvoll, dabei eher helle Frucht, viel Agrumen, bleibt bei aller Dichte schwungvoll, schönes Rückgrat, vielversprechend.

Viktor Siegl

In den 80er Jahren gewann Bründlmayer Chardonnay auf der Weinmesse Vinitaly eine Verkostung der „besten Chardonnays der Welt“ (Veronelli), obwohl er eigentlich von einem deutschen Journalisten nur als „Pirat“ eingeschleust worden war. Dies kann als Auftakt zum weltweiten Interesse für Willi Bründlmayer Weine gelten. Der internationale Ausbaustil hat seither zu einer individuellen Ausprägung gefunden, mit fester Struktur und charmanter „österreichischer“ Frucht, wobei der Körper je nach Jahrgang einmal etwas fülliger und einmal etwas schlanker gehalten wird.

Die Reben wachsen hauptsächlich in den Lagen Spiegel, Steinmassel und am Loiser Berg und stehen teils in der „Lyra-Erziehung“ (am Steinmassel), teils im Guyot-Drahtrahmen mit 5.000–6.000 Stöcken pro Hektar.

Anfang September wird schon ein Teil der Trauben zur Sektherstellung herausgelesen. Die verbleibenden Trauben ergeben später einen sehr konzentrierten Wein. 

Rebsorte
Chardonnay
Ertrag
3.000 l / ha
Erziehungsformen
Guyot, Lyra
Weinlese
22. September – 6. Oktober 2015
Alkohol
13%
Verschluss
Naturkork

Auszeichnungen

93/100
ROBERT PARKER, THE WINE ADVOCATE 08/17

Ausbau

Die Gärung erfolgt zum Teil in neuen 300 Liter Fässern, die Hefe wird einmal wöchentlich aufgerührt (bâtonnage) – diese gibt wertvolle Inhaltsstoffe an den Wein ab, bindet das „Holzige“ und schützt die authentische Frucht des Weins. Nach 5–6 Monaten wird der Wein von der Hefe gezogen und zur weiteren Reifung ins große, neutrale Holzfass oder in den Stahltank umgefüllt. Die „malolaktische“ Gärung (Säureabbau) wird bei diesem Wein immer durchgeführt.

Speisenempfehlung

Vielseitig einsetzbar auch zu Gebackenem und Gebratenem. Gereift überzeugt er bei einer Fülle von warmen Vorspeisen wie etwa gebratener Gänseleber mit Apfel, aber vor allem zu fast allen kräftigen Gerichten der Asiatischen Küche.