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„In allen Bereichen versuchen wir, den Reichtum des Lebendigen, die Biodiversität, die Intelligenz und die Schönheit einfacher Arbeitsabläufe zu fördern.“

Weingut

Weingarten

Größtenteils in Terrassen angelegt und fernab von jedem Autoverkehr sind die zum Weingut Bründlmayer gehörenden Weingärten in der Vielfalt ihrer Böden und kleinklimatischen Verhältnissen einmalig.

Willi und Edwige Bründlmayer

Für Willi Bründlmayer ist das ökologische Gleichgewicht von großer Bedeutung:

Gleichzeitig mit seinem Einstieg ins elterliche Weingut wurde eine Politik des bewusst ökologischen Weinbaus eingeleitet. Seit 1979 wird auf die Verwendung synthetischer Düngemittel verzichtet. Die Weingärten der Familie werden nachhaltig und seit 2015 biologisch-organisch bewirtschaftet (LACON Zertifizierung), die natürlichen Ressourcen, Boden, Sonne, Wasser, Pflanzen werden einfach und möglichst intelligent genutzt. Die „Verwirrmethode“ mit sexuellen Lockmitteln funktioniert flächendeckend in den wichtigsten Lagen des Weinguts, so dass kein weiterer Pflanzenschutz gegen die gefürchteten Heu- und Sauerwürmer erforderlich ist. Erschöpfte Weingärten werden gerodet und für mehrere Jahre zur Erholung des Bodens brachgelegt.

Beste Lagen und vulkanische Böden

Die besten Lagen befinden sich dort, wo sich das Kamptal muschelförmig südlich zum Donautal hin öffnet. Richtung Westen erstrecken sich die Hügel von Krems und der Wachau, nach Osten folgen das Weinviertel und Wien.

Die geologisch älteste und sicher auch interessanteste Lage ist der Zöbinger Heiligenstein, nach dem Weinort Zöbing bei Langenlois benannt. An seinem Fuß krümmt sich der Kamp, ändert seine Richtung von Nord-Süd auf West-Ost und fließt vom Heiligenstein weg ins offene Donautal. Ein uraltes Zentrum für Kult und Rituale, seit Jahrhunderten eine der berühmtesten Lagen Mitteleuropas.

Der Boden stammt aus dem 250 bis 270 Millionen Jahre alten Perm–Wüstensandstein. Die feinsten Rieslingtrauben reifen hoch auf dem Berg in einem in sich geschlossenen Naturschutzgebiet. Diese finessereichen Weine entwickeln sich mit den Jahren prächtig und können ein geradezu biblisches Alter erreichen.

Junge Rebstöcke bester Lagen werden zusammengefasst in den Kamptal Terrassen.

Langenloiser Loiser Berg und Langenloiser Berg Vogelsang stehen für vollkommen klassische, brillante, mineralische Weine, gewachsen auf kargem Urgestein, dem „Loisberger Zoisit - Amphibolit“, ein silikatisches Gestein mit Glimmerschiefer und Halbedelsteinen, den Loisberger Granaten.

Langenloiser Käferberg besteht im Untergrund ebenfalls aus kargem Urgestein, überlagert mit tonigen Meeresablagerungen, die für zusätzliche Kraft und Dichte des Weines sorgen.

Der Kammerner Lamm ist der Nachbar des Heiligensteins, der Untergrund ist ebenfalls ein von zahllosen Felsritzen durchzogenes Permgestein, überzogen von einer kalkreichen Lehmschichte (mundartlich: Loam), die dem Wein zusätzlich Wärme, Kraft und Körper verleiht.

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Die Wahl der Rebenerziehung

Für die Qualitätsmaximierung von großer Bedeutung ist die Wahl der Rebenerziehung. Willi Bründlmayer zieht seine Reben knapp über den Boden, damit die Trauben in den Genuss der Bodenwärme – Speicherung und Reflexion von Licht und Wärme durch das Gestein – gelangen, aber hoch genug hängen, damit sie bei Gewitterregen nicht von der nassen Erde bespritzt werden.

Lyra-Erziehung

Ein Teil der Anlagen steht in der auch vom Standpunkt der Landschaftsgestaltung ansprechenden „Lyra-Erziehung“, bei der die Reben so geteilt werden, dass sie sich wie zwei sonnenanbetende Arme zum Himmel strecken. Dadurch wird die belichtete und belüftete Blattoberfläche quasi verdoppelt und die Qualität der Trauben verbessert. Außerdem trocknen die gut belüfteten Blätter schneller ab, so dass die Gefahr des gefürchteten Mehltaus vermindert wird.

In allen Bereichen versuchen wir, den Reichtum des Lebendigen, die Biodiversität (genetisches Material der Pflanzen, des Bodenlebens, der natürlichen Hefen), die Intelligenz und die Schönheit einfacher Arbeitsabläufe zu fördern.

Sanfter Rebschnitt

Schon seit einigen Jahren wenden wir in unseren Weingärten den Sanften Rebschnitt nach Simonit & Sirch an. Hinter den Namen Simonit & Sirch stehen die Ideengeber und Pioniere des Sanften Rebschnittes, Marco Simonit und Pier-Paolo Sirch, zwei Agronomen aus dem Friaul.

Nach einem großflächigen Rebstocksterben im Friaul in den 1980iger Jahren haben die beiden eine neue Methode aus bestehenden Schnitttechniken entwickelt,  bei der dem Rebstock keine großen Wunden zugefügt und bestehende Saftleitbahnen respektiert werden. Es wird darauf geachtet, dass keine „Toträume“ im alten Holz des Rebstocks entstehen, die Eingangspforten für Pilzerkrankungen des Holzes sein könnten. So vermindern wir z.B. auch die Gefahr von Esca, die nach der Reblaus, als existenzgefährdende Holzkrankheit der Rebe, als die wahrscheinlich größte Gefahr für die Weingärten gilt.

Bei uns dürfen die Reben „uralt“ werden, die ältesten in unseren Weingärten sind dzt. über 90 Jahre alt und wir wollen, dass sie 100, 120, vielleicht sogar auch über 150 Jahre alt werden können! Der Wein aus alten Rebstöcken ist besonders ausgewogen und charaktervoll!

Grüner Veltliner

Die wichtigste Rebsorte

Riesling

Burgunder, Chardonnay & Muskateller

Rotwein & Rosé