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Unsere Weine

Zöbinger Heiligenstein Lyra

Riesling

2018

Kamptal DAC, Erste Lage ÖTW

Beginnt sofort ein Feuerwerk an heller Frucht abzubrennen, in dem zunächst der Duft nach weißen Blüten, dann aber Akazienhonig, Yuzu und weiße Pfirsiche den Ton angeben, nobel und expressiv in jeder Phase, schon überraschend charmant; ähnliche Eindrücke im Geschmacksbild, fruchtsüß und zupackend, die puristische, helle Frucht bleibt voll erhalten, viel Finesse, prickelnde Frische, spült immer neue Details an die Oberfläche, bleibt aber stets der verspielten Frucht und Rasse verpflichtet, sehr lang und ausbaufähig.

Viktor Siegl

Unsere wichtigste und in der Region die historisch bedeutendste Lage ist der Zöbinger Heiligenstein. Rund ein Drittel der Anlagen steht in der sogenannten „Lyra-Erziehung“, einer von Willi Bründlmayer auf die Bedürfnisse der Gegend angepasste Drahtrahmenerziehung, die die Rebsprösslinge über dem Stamm so teilt, dass sie sich wie sonnenanbetende Arme zum Himmel strecken. Dadurch wird die belichtete und belüftete Blattoberfläche im Verhältnis zum Stock quasi verdoppelt. In der heißesten Zeit, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, beschattet das Laubdach die durch Sonnenbrand gefährdeten Trauben. Außerdem trocknen die gut belüfteten Blätter schneller ab, so dass die Gefahr des gefürchteten Mehltaus vermindert wird.

Das Lyra-System stellt eine Herausforderung für jeden Winzer dar: Viel Handarbeit, aber am Ende des Jahres spannende Qualitäten. Wie beim Grünen Tee entstehen die feinsten Aromen im Halblicht bzw. Halbschatten.

Rebsorte
Riesling
Ertrag
2.500 l / ha
Erziehungsform
Lyra
Weinlese
21. September – 4. Oktober 2018
Alkohol
13%
Verschluss
Naturkork

Auszeichnungen

95/100
Falstaff Wein Guide 2019/20
19/20
Vinum Magazin Schweiz, 11/19

Lage & Klima

Ried Zöbinger Heiligenstein

Größe
36,7 ha
Seehöhe
230 – 345 m
Neigung
13 °
Ausrichtung
SSW

Der Zöbinger Heiligenstein ist eine nach Süden und Südwesten ausgerichtete terrassierte Hanglage mit einem besonderen geologischen Aufbau, der sich durch die Geschicke der Erdgeschichte gerade hier erhalten hat.

Der Name geht wohl auf das mittelhochdeutsche "Hellenstein" von 1240 zurück für „hel“, „helle“ im Sinne von glänzend, licht oder nach dem Beleg von 1314 auf die Bedeutung „an dem glatten Stein“ (zu „haele“, glatt, schlüpfrig). Der Volksmund machte daraus schließlich ein in der Mundart ähnlich klingendes „Heiligenstein“.

(Elisabeth Arnberger, Flurnamen erzählen, Verlag Vinea Wachau Nobilis Districtus, 2016, S. 231)

Der Jahrgang 2018
Eine reiche, reife Ernte hat uns die Natur in diesem Jahr beschert! Die frühen Weine im Keller lassen nun doch schon ganz gut auf die Zukunft des Jahrgangs 2018 schließen, auf dessen Werden wir hier  noch einmal kurz zurückblicken möchten. Der Jänner war warm, der Februar und der März noch einmal kühl. Dann allerdings zog in Langenlois anstatt des Frühlings gleich der Sommer ein! Es gab im Kamptal keinen Spätfrost, nur eine kleine Abkühlung mit ergiebigem Regen im Mai, und viele, viele Sonnenstunden. Die Blüte hatte deshalb  auch enorm früh (22. Mai) begonnen und war ideal verlaufen. Wir durften auf eine hervorragende Lese...

Ausbau

Die Gärung erfolgt im Edelstahltank bei 15 bis 20 °C. Gegen Ende der Gärung wird der Wein oftmals zusammen mit der Feinhefe in einem 2.500 Liter Holzfass zur Reifung gelagert.

Speisenempfehlung

Passt wunderbar zu gegrilltem Fisch, hellem Fleisch, Back- und Brathuhn, Wiener Schnitzel, gebratenre Ente oder Gans, exotischen Gerichten etc.

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