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Weintagebuch

Westwetter: Lese im „Stopp and Go“ Modus

24. September 2013

Knapp am Verzweifeln sind Winzer bei Westwetterlage: Sonne, Wolken und leichte Regen wechseln sich in ununterbrochener Reihenfolge ab. Was sonst der Pflanzenwelt gut tut, ist für die Weinlese nervenzerrüttend: Es bedeutet, kaum haben wir mit der Arbeit begonnen, setzt ein Regen ein und wir müssen wieder alles einpacken, um auf abtrocknenden Wind und vielleicht etwas Sonne zu warten.

Es ist wichtig, ruhiges Blut zu bewahren und sich nicht zu Hektik verleiten zu lassen: Sorgfältiges und damit sehr langsames Lesen ist die Grundvoraussetzung für feine Qualität des Jahrgangs 2013: Aus jeder Traube müssen die ungeeigneten herausgeschnitten werden. Hast und Unruhe dürfen nicht um sich greifen. Das Wetter begünstigt bisher die leichten, fruchtigen und frischen, etwas säurebetonten Weine bzw. die Sektgrundweine. Für dichte Reserven und füllige, reife Rotweine sind die Perspektiven im Moment ungünstig, es wird sich aber hoffentlich bald ändern. Die Wetterprognose für diese Woche stimmt einen optimistischer.

In unseren Weingärten wurden diese Woche Trauben für Brut Rosé geerntet: St. Laurent, Zweigelt und Pinot Noir. Ab Montag wird man sich dem Chardonnay für den Bründlmayer Brut 2013 intensiv widmen. Wir hoffen dafür auf kühles aber trockenes Wetter.

Willi Bründlmayer