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Weintagebuch

Lesebeginn im Weingut Bründlmayer

12. September 2013

Die Weinlese 2013 hat begonnen: Wir erwarten für heuer eine mengenmäßig unterdurchschnittliche, qualitativ aber sehr gute Ernte. Der lange Winter und regenreiche Frühling mit bester Bodenfeuchtigkeit versprechen hervorragende Frische und Würze, der sonnige, warme Sommer Reife und Süße. Der schöne Septemberbeginn mit warmen Tagen und kühlen Nächten prägt nun die typischen Fruchtaromen und lockt uns in die Weingärten, um zunächst Trauben für den Sektgrundwein zu ernten. Diese erstgelesenen Trauben bringen Leichtigkeit, Schwung und Frische. Nach einigen weiteren sonnigen Herbsttagen, hoffen wir auf Wärme und Fülle für unsere Cuvée. Die ersten Trauben für den Sektgrundwein sind eine Wonne, besser könnte es nicht beginnen. Entscheidend wird aber jetzt der weitere Verlauf der Witterung sein: Warme Tage und kühle Nächte, ab und zu ein kleiner Regenschauer, aber keine Wolkenbrüche, so wünschen wir uns den Herbst.

Wichtig ist von Anfang an die sorgfältige Lese: Soll die feine Perlage im Bründlmayer Brut gelingen, darf die Traube nie im eigenen Saft schwimmen. Alle kranken oder welken Traubenteile müssen herausgeschnitten werden, nur die gesunden Trauben werden in kleine Kistchen gelegt, - gelegt! Aber keinesfalls aus der Höhe geworfen. Der vollkommen schonende Umgang mit dem ausnahmslos gesunden Lesegut ist entscheidend! Dann wird der Sekt am Ende seiner Reifezeit durch Finesse und Eleganz begeistern. Die Trauben werden weder gepumpt noch geschaufelt, nur direkt vom Lesekistchen in die Presse geleert, in der dann aus 1 kg Trauben ca. ½ Liter Saft für den feinsten Sekt entzogen wird. Die Erdschwerkraft, die Gravitation ersetzt das Pumpen der Maische und des Mostes. Der Saft der Trauben fließt direkt aus der Presse in den Gärkeller und später noch einmal einen Stock tiefer in den Reifekeller.

Willi Bründlmayer