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Weintagebuch

Beginn der Ernte für den Sektgrundwein

10. September 2012

Es geht los …

... mit den Trauben für Bründlmayer Brut und Brut Rosé haben wir die Lese  bei strahlendem Herbstwetter und bester Stimmung begonnen.
Vor allem bei den Grundweinen für den Sekt ist es wichtig, den Einstieg in die Lese nicht zu versäumen. Natürlich, ein gewisses Niveau an Reife ist notwendig, damit die Trauben Frucht entwickeln können.
Aber auch die Frische muss erhalten bleiben und die Trauben dürfen auch noch nicht zu viel Zucker eingelagert haben, damit der Wein nicht zu schwer wird. Ideale Trauben für den Sekt sind ein Balanceakt … die Säure soll frisch, aber nicht aggressiv sein, die Trauben reif, aber ohne jede Schwere.

Die Trauben des heurigen Jahrgangs sind gesund und schmecken bereits hervorragend, das Wetter dürfte vorerst halten, die Böden sind trocken, ein kleiner Landregen wäre durchaus kein Nachteil. Nach dem Regen wünschen wir uns weitere sonnige Tage mit kühlen Nächten und damit auch perfekte aromatische Trauben.

Die Basis feiner Weinqualität sind perfekte, per Hand geerntete Trauben, die vollkommen schonend verarbeitet werden: Alle Trauben werden per Hand in Kistchen gelegt und dabei nicht vorzeitig zerquetscht. Sie kommen frisch und intakt in den Keller und werden dort nicht gequetscht oder gar gepumpt. Die Erdschwerkraft, die Gravitation ersetzt das Pumpen der Maische und des Mostes.
Das Wort „Presse“ ist irreführend: Qualität entsteht durch langsames Andrücken, durch Heraussickern des Saftes, nicht gewaltsames Pressen mit hohem Druck. Die Kräfte, die entstehen, sollen maximal dem einfachen Händedruck oder dem Gewicht der menschlichen Füße entsprechen, nie aber wirklich gewaltsam werden. Unreife, harte Beeren sollen unzerquetscht in der Weinpresse verbleiben und wieder gemeinsam mit den „Trebern“ dem Weingarten als organischer Dünger rückgeführt werden.