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Weintagebuch

Emsiges Treiben!

17. April 2026

Der Austrieb geht vor allem in den kühleren Lagen weiter nur zögerlich von Statten. Zum einen würden wir uns etwas mehr Regen und ein schnelleres Wachstum wünschen, auch weil die zarten Triebspitzen so den natürlichen Fressfeinden im wahrsten Sinne ‚davonwachsen‘ würden, zum anderen werden eventuelle Frostnächte weniger Angriffsfläche haben. Wie so oft sind die Ereignisse in der Natur mehrdeutig.

Für unsere vielfältigen Arbeiten im Weingarten ist die Witterung derzeit höchst angenehm! Auch die Junganlagen sind nun fertig geschnitten. Nur in einzelnen, wichtigen, aber frostgefährdeten Weingärten haben wir sogenannte ‚Frostköpfe‘ oder ‚Frostruten‘ stehen lassen: Mehrere Triebe bleiben nur vorläufig noch am Stock. Durch die größere Anzahl an Augen (Knospen), deren höhere Lage (hoffentlich über der Frostzone) und durch eine leichte Verzögerung des Austriebs (weil die Pflanze die Energie zunächst noch auf viele Zweige verteilen muss) erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, auch nach einem Frost noch fruchtbare Triebe zu erhalten.

Die Instandhaltung der Drahtrahmen und Trockenmauern ist für dieses Jahr fast abgeschlossen. Zum Schutz vor dem Traubenwickler haben wir zusammen mit vielen Kamptaler Kollegen bereits flächendeckend Pheromon-Dispenser aufgehängt, deren Lockstoffe die männlichen Insekten verwirren und so den Nachwuchs auf sehr schonende Weise minimieren.

Zum Teil werden nun die Böden zwischen den Rebzeilen geöffnet, unter anderem um den Stöcken das Wachstum zu erleichtern, Konkurrenz zu vermindern, Nährstoffe verfügbar zu machen und gleich durch die Frühjahrseinsaat für spätere Begrünung zu sorgen.