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Weintagebuch

Wie man den Frost besänftigt

4. Mai 2026

Spätfröste zählen zu den größten Risiken für den Winzer! Eine genaue Vorhersage kann den Einsatz von präventiven Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt erleichtern und die Wahrscheinlichkeit von Schäden maßgeblich senken.

Oft geht es dabei um wenige Zehntel Grad C°, die in einem bestimmten Weingarten den Unterschied ausmachen. Viele Faktoren entscheiden letztlich über das Schicksal der jungen Reben. Günstig erweist sich bisher der etwas spätere Frühling und eine längere trockene Phase, die den Austrieb ebenfalls verzögert, sodass die meisten Sprosse noch kaum ihrer schützenden Wolle (Hülle) entwachsen waren.

Für zwei Nächte der letzten Woche waren Temperaturen knapp unter dem Nullpunkt prognostiziert. Konkret wurden es dann an wenigen Stellen sogar kurzfristig unter minus 2 Grad C°. Von den Spitzenlagen sind nur wenige besonders frostgefährdet. Die Ried Lamm am Fuße des Heiligensteins ist eine davon, gerade auch weil sie generell gut durchlüftet ist, kann es vorkommen, dass in manchen Frühlingsnächten aus den nördlichen Wäldern etwas mehr kalte Luft über die Reben gleitet. Hier lohnt sich der Kampf gegen den Frost besonders. Mit Heizdrähten entlang der Traubenzone und Wärmekerzen zum richtigen Zeitpunkt ist es uns tatsächlich gelungen, den Schaden erfolgreich zu minimieren!

Bis zu den ‚Eisheiligen‘ Mitte Mai ist mit Spätfrösten zu rechnen, auch wenn derzeit durch die milde Strömung keine Gefahr droht.