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Weintagebuch

Von der Blüte zur Frucht

3. Juli 2020

Die Weinblüte um Langenlois ist (weitgehend) abgeschlossen. Bei wechselhaftem Wetter hätte man erwarten können, dass in einigen Weingärten die Trauben „verrieseln“. Das würde bedeuten, dass viele Blüten an den Trauben unbefruchtet abfallen. Der oft sanfte Wind sowie kleine Helfer, wie unsere Bienen und andere Insekten, haben aber für eine gute Befruchtung gesorgt, so gut, dass wir uns bald ans „Traubenteilen“ machen müssen. In den früheren Lagen haben die Trauben nämlich schon eine beachtliche Größe erreicht. Um den Ertrag zugunsten bester Qualität zu reduzieren, wird die Spitze, also ca. ein Drittel, weggeschnitten. Der Zeitpunkt ist dabei wichtig: geschieht dies zu früh, dann würde die Pflanze eventuell den Verlust mit besonders großen Beeren kompensieren. Sind wir zu spät, könnte bei geringsten Verletzungen der austretende Saft Probleme bereiten.

Frühlingslese: Der erste Honig 2020

Apropos Bienen: Gestern haben Max und Christoph den ersten Honig des Jahres geerntet! Die Qualität ist wunderbar! Diese Frühlingslese besteht hauptsächlich aus Blütenhonig, von den umliegenden Brachen, von unseren Wildblumen-Blühmischungen, von den Kirschblüten und auch schon von Akazien.

Wipfeln, Stricken, Winden

Die feuchtwarme Witterung treibt das Wachstum der Reben kräftig voran. Jede Menge Grünarbeitet wartet auch nach dem Einstricken im Weingarten. Haben die Triebe eine gewisse Länge über den Drahtrahmen hinaus erreicht, dann hängen sie nach unten und beschatten die Traubenzone. Außerdem pumpt die Pflanze zu viel Energie ins Wachstum der Ranken. Um das zu vermeiden, werden sie „gewipfelt“ oder „gegipfelt“, also gekappt. In manchen Fällen versuchen wir aber doch, diese Triebe zu erhalten. Es wurde ja schon viel Energie in ihren Aufbau vom Stock investiert. Dann geht’s an das „Winden“:  Man windet die Ranken mehrmals um den obersten Draht des Rahmens, damit sie bleiben aber nicht nach unten hängen.