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Weintagebuch

Wolken, Wind und Regentropfen

4. Oktober 2019

Der Herbst zeigt nun langsam sein anderes Gesicht! Es ist kälter geworden. Im Weingarten und an den Pressen hat der Pullover das T-Shirt abgelöst.

Von Zeit zu Zeit jagen kurze Schauer übers Land – aber fast immer kann die Lese ohne Probleme kurz danach wieder fortgeführt werden. Bei dem kühlen Wetter bleiben die Trauben zudem länger gesund und reichern neue Geschmacksstoffe an.

Nachdem die sensiblen Burgundersorten und der samtige (diesmal besonders klein-beerige) Zweigelt glücklich eingebracht sind, konzentrieren wir uns auf die Kamptaler Parade-Rebsorten:

Am Steinmassl haben wir mit der Lese für den klassischen Lagen-Riesling begonnen und bisher höchst delikate Trauben mit perfekter Gradation (im Schnitt 18,5 Grad Klosterneuburger Mostwaage, die ca. 12,5 % natürlichen Alkohol ergeben werden) erhalten. Tag für Tag ernten wir feinste Grüner Veltliner Trauben aus unseren Terrassenweingärten. Damit er leichtfüssig und frisch bleibt, wurde auch schon der Grüne Veltliner vom Langenloiser Berg Vogelsang eingebracht.

Nach der Lese ist vor der Lese!

Der Weingarten als größter Schatz des Winzers bedarf auch unmittelbar nach der Lese aufmerksamer Pflege. Dem Langenloiser Weinweg-Wanderer empfehlen wir, am Käferberg neben der Skulptur des renommierten Künstlers Heimo Zobernig, ein wenig inne zu halten und die wunderbare LYRA-Anlage zu betrachten: Die vor wenigen Tagen von den schönsten Blauburgunder (Pinot Noir) Trauben befreiten Reben sind bereits an den Füssen von der Konkurrenz der vielfältigen Kräuter befreit. Der vom Sommer trockene Boden wurde entlang der Stöcke mit großer Vorsicht geöffnet und die Wurzeln können den hier bereits erwünschten Regen „im Fall des Falles“ für sich beanspruchen. Der ganze Weingarten sieht gepflegt, gesund und einladend aus. Der Begriff „Weingarten“ erschließt sich an diesem schönen Landschaftsbild von selbst!

Traum-Riesling vom Steinmassl!