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Weintagebuch

Goldener Herbst, Muskateller und ein Sonntag in Sicht

11. Oktober 2019

Das Wetter bleibt uns gewogen! Die vereinzelten Niederschläge sind glimpflich ausgefallen und schnell wieder abgeklungen – erst blieb es kühl, nun treiben Sonne und Wind die gesunde Reife weiter voran. Mittlerweile haben wir auch vom Heiligenstein feinsten klassischen Riesling in guter Menge eingebracht. Die Trauben aus den Lyra-Anlagen und vom „Filetstück“ mit den ältesten Rebstöcken dürfen noch ein wenig länger hängen, denn die Stile sind noch tragfähig, womit die Gefahr, dass der Wind die Trauben zu Fall bringt, minimal ist.

Gestern gab es ein weiteres Highlight: Eine schöne Menge von perfekt vorgelesenem, aromatischem Muskateller aus dem Rosenhügel kam zur Kelter. Unsere erfahrensten Leser waren geradezu begeistert und meinten, noch nie hätten sie aus dieser Lage feinere Trauben gepflückt. Wir wollen nun dieser exzellenten Qualität auch im Wein gerecht werden. So viel sei schon einmal verraten: Ein Teil der Trauben ging über den Rebler und wurde am Selektionsband händisch auch von kleinsten Resten der Kämme befreit (Foto). Die Trauben sind nun ideal vorbereitet  für eine besondere Art der Vinifizierung.

Die Stimmung ist exzellent. Natürlich sieht man eine gewisse Müdigkeit nach all den Tagen, aber doch beschwingt durch die günstigen Verhältnisse, geht die Arbeit immer noch gut von der Hand. Am nächsten Sonntag haben sich aber alle einen Ruhetag mehr als verdient. Bis dahin wird mit höchster Konzentration gearbeitet, denn wir erhalten laufend Grüner Veltliner und Riesling von beeindruckender, aromatischer Vielfalt aus unseren „Kamptaler Terrassen“. 

Nach der Lese = Vor der Lese

Herbstbegrünung mit Direktsaat

Langsam wird das Ende der Lese absehbar. Bevor die abgeernteten Weingärten der Winterruhe überlassen werden, ist aber noch einiges zu tun.

Meist abends, lange nach Leseschluss, tüfteln unsere Experten an der perfekten Saatmischung für den jeweiligen Boden. Es ist höchst spannend, die Bodenbeschaffenheit jeder Lage mit der Einsaat abzustimmen. „Lamm braucht ganz etwas anderes als Käferberg“ sagt Christoph Nastl.

Große Freude haben wir mit der neuen Direktsaat-Maschine. Ohne die Böden großflächig aufzureißen, können verschiedene Saaten behutsam auf, oder etwas tiefer in den Boden eingesät werden.

Bereits im Herbst wird so eine winterharte Begrünung bewirkt, die im Frühjahr für eine wahre Blütenpracht sorgen soll. Apropos Blüten: Unsere Bienen haben noch einmal einen Ausflug vom Loiserberg zum Steinmassl unternommen, aber davon nächstes Mal mehr.