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Weintagebuch

Burgunder Wochen-Ende

11. September 2018

Das gesamte Wochenende nach der Regenpause waren wir mit dem Abschluss der Grau- und Weißburgunder Lese am Langenloiser Spiegel beschäftigt. Im direkten Anschluss unterzogen wir die Chardonnays am oberen Käferberg der gleichen akribischen Selektion.

Für die selektive Lese, bei der es immer etwas länger dauert bis ein Weingarten fertig geerntet ist, erweist sich bei spätsommerlichen Verhältnissen eine kühle Lagerung vor der Pressung von unschätzbarem Wert – hier warten die 25 kg Lesekistchen fein säuberlich gestapelt und vor Insekten und vorzeitiger Fermentation geschützt auf die letzten Nachzügler bis jede Kiste in die vorbestimmte pneumatische Presse wandert. Dieser Prozess verläuft sogar noch etwas schonender als die traditionelle Lese in Butten, der er nachempfunden ist. Hier kann der bedachte Einsatz der Technik die traditionelle Qualität sogar noch verbessern. Nicht ersetzen lässt sich auch heuer die sorgsame Handlese – das wird der Weinfreund im zukünftigen 2018er Jahrgang ganz deutlich spüren.

Nun richtet sich der Blick auf die Rieslinge. Diese sind in allen Lagen, ob am kühleren Steinmassl oder am etwas wärmeren Heiligenstein ganz genau zu beobachten. Wie die Burgunder Trauben haben sie sensibel auf die Regengüsse der letzten Woche reagiert. Aber die jüngsten 100 Beerenproben aus diesen beiden Rieden stimmen uns zuversichtlich, denn der daraus gewonnene Saft schmeckt unglaublich ausdrucksstark.

Letzte Neuigkeiten aus dem Keller: Die Blauburgunder vom „Dechant“ haben freundlicherweise zum rechten Zeitpunkt „spontan“ die alkoholische Gärung begonnen und blubbern bereits munter vor sich hin.