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Weintagebuch

Jahrgang 2020 – das Glück der Tüchtigen

6. November 2020

„Suspense“ ist ein treffender Ausdruck für dieses Weinjahr 2020, für uns war‘s nämlich ein besonders arbeitsreiches und spannendes: Nach einem eher trockenen, warmen Winter, folgte ein Frühling mit starken Temperaturschwankungen aber praktisch ohne Niederschlag, was den Austrieb zunächst verzögerte. Diesem Umstand verdankten wir es vielleicht, dass die harten Spätfröste im März in unseren Weingärten kaum Schaden anrichteten.
Erst Mitte Mai fielen nennenswerte Regenmengen. In der Folge holte die Vegetation rasch auf und die Blüte begann im langjährigen Durchschnitt.
Der Sommer war mäßig warm und eher feucht, im Grunde konnten sich die Reben gut entwickeln, wobei die Reife der Trauben etwas langsamer voranschritt.

Vitales Wachstum und die hohe Feuchtigkeit forderten unsere Mitarbeiter durchgehend im Weingarten. Perfekte Boden-, Grün- und Laubarbeit bis zum Start der Lese Mitte September, bildeten die Grundlagen für ein gutes Weinjahr. Mehrmals sind wir vom Hagel weitgehend verschont geblieben! Der Verlauf der Lese mit einigen feuchtkalten Regenpausen aber auch vielen schönen, windigen Tagen und kühlen Nächten, forderte Beweglichkeit und höchste Konzentration. Von den ersten Verjus-Trauben Anfang September bis zum letzten Kisterl Grüner Veltliner aus alten Langenloiser Weingärten war es ein langer Weg, der durch die streng befolgten Covid Regeln nicht leichter wurde. Bei der akribischen Selektion blieben knapp ein Fünftel der im August noch hängenden Trauben im wahrsten Sinne auf der Strecke. „Es war schon eine Challenge“, meint Christopher, unser Kellermeister zum Jahrgang 2020 und spricht hier wohl allen aus der Seele, „aber wir hatten das Glück der Tüchtigen und sind heute stolz auf das Resultat.“

Die leichten Qualitäten wie unser Rosé vom Zweigelt, oder der „Grüner Veltliner L&T (leicht & trocken)“ zeigten sich gleich erfreulich frisch, mit eleganten Blüten- und Zitrusnoten und einer feinen Klarheit und Länge. Auch die Lagenweine punkten vor allem mit Eleganz, Bouquet und Finesse. Ried Kammerner Lamm, Langenloiser Käferberg und die Alten Reben vom Zöbinger Heiligenstein blieben noch über ein Jahr auf der Hefe und werden im Mai 2022 bei der Tour de Vin erstmals vorgestellt.

Ein großes „Dankeschön“ an unser Team im Weingarten und im gesamten Keller (inkl. Büro, Logistik und Füllung)!So entspannt haben wir sie zuletzt selten gesehen. Christoph & Christopher haben allen Grund zur Freude! Der Jahrgang 2020 ist eingebracht! Weingarten und Keller haben bei dieser langen und fordernden Ernte perfekt zusammengespielt!
Foto: Anna Stöcher